Über

Hallo liebe Freunde ☺ Auf meinem Blog werde ich über die Novelle "Die Entdeckung der Currywurst" von Uwe Timm schreiben. Ich hoffe sehr, dass es euch gefallen wird. Bis dahin, eure b.

Alter: 18
 


Werbung




Blog

Die Entdeckung der Currywurst - Rezension

Die Novelle „Die Entdeckung der Currywurst“ handelt nicht nur von der Entdeckung, sondern im Vordergrund wird eigentlich das Leben der Entdeckerin Lena Brücker aus Hamburg reflektiert. Das Buch beginnt mit der Jugendzeit des Erzählers, dessen Tante im selben Haus der Entdeckerin der Currywurst, Lena Brücker, lebt. Er selbst hat an deren Stand oft die dort zu genießende Currywurst gekostet. In seinem späteren Leben erzählt er allen, dass diese Frau Brücker die Currywurst entdeckt hatte, doch irgendwann will er es genauer wissen. Wie entdeckt man eigentlich so eine Currywurst? So bringt ihn sein fester Entschluss die Geschichte zu erfahren nach Hamburg, dem Wohnort seiner Tante und auch von Frau Brücker. Dort angelangt besichtigt er die Schauplätze seiner Jugend und nimmt die Spuren Frau Brückers auf. Er findet sie im Altersheim. Dort beginnt sie ihm auf seinen Wunsch eine sieben Tage dauernde Geschichte über ihre Vergangenheit zu erzählen, dessen Hauptinhalt ihre Liebesgeschichte zu dem 24-jährigen Deserteur Hermann Bremer ist. Die verlassene circa 43-jährige versteckt ihn bei sich in der Wohnung und da sie seine Gesellschaft genießt verschweigt sie ihm das Kriegsende und verstrickt sich im weitern Verlauf in viele kleine Lügen. Nach ein paar Wochen platzt es ihr heraus und er verschwindet aus ihrer Wohnung. Danach beginnt sie ein neues Leben, ihr Mann kommt wieder, den sie aber kurze Zeit später wieder vor die Tür setzt. Dann sucht sie einen neuen Job und kommt auf die Idee eine Imbissbude zu eröffnen. Am Tag vor der Eröffnung entdeckt sie durch einen Zufall das Rezept der Currywurst. Dann eröffnet sie ihren Stand mit dieser neuartigen Mischung und wird für ihre Currywurst berühmt.Um ehrlich zu sein, das Gesamtwerk fand ich beim ersten Lesen nicht sonderlich gut gelungen, eher langweilig, vor allem die kurzen Geschichten, die vom Rest des Buches abweichen. Es ist sehr anstrengend zu lesen, da der Autor sehr schnell zwischen den drei verschiedenen Zeitebenen hin und her springt und zudem auch noch gänzlich auf wörtliche Rede verzichtet, wodurch aber wiederum teilweise auch Spannung aufgebaut wird. Hinzuzufügen ist, dass man etwas völlig anderes mit dem Buchtitel assoziiert und nicht mit einer außergewöhnlichen Liebesgeschichte rechnet. Wenn man Teilstücke liest und sich darauf einlässt, am Ende nicht viel mehr über die Entdeckung der Currywurst zu wissen, wird man gefangen von einer einseitigen Liebesgeschichte, die unter die Haut geht. Die Vergangenheit von Lena Brücker steckt voller Liebe, Abenteuer und Mühsal des Alltags und diese wird einem durch die authentischen Charaktere nahe gebracht und man beginnt einen Bezug zu den Charakteren aufzubauen. Meiner Meinung nach ist die Currywurst-Entdeckung absolut nebensächlich und man hätte gut darauf verzichten können, da ihr sonstiges Leben sehr viel interessanter wirkt. Da die sonst so lang gezogene Geschichte Lena Brückers auf den letzten Seiten, in denen es sich nun endlich um die Entdeckung der Currywurst handelt, so gerafft wirkt, scheint es mir, als wäre Uwe Timm am Ende der Erzählung selbst auf dieses Problem gestoßen und so musste er nun noch schnell die über das gesamte Buch fast vergessene Entdeckung mit einfügen. Die Zeitebenen, bzw. die Rahmen- und Binnenhandlungen, des Buches, Heute, Jugendzeit des Erzählers und die Nachkriegszeit, werden meist ohne sichtbaren Übergang gemischt, sodass man beim Lesen sehr verwirrt ist und oft erstmal zuordnen muss zu welcher Ebene das eben Gelesene gehört.Ich finde, das Buch ist sehr schwer als Ganzes zu bewerten, da mir vieles überhaupt nicht gefallen hat, es aber irgendwie wieder durch diese Liebesgeschichte ausgeglichen wurde. Davon ganz abgesehen sind die Zwischengeschichten viel zu lang, so dass man vieles einfach überliest. Ich finde aber die Liebesgeschichte, die eigentlich als solche gar nicht besteht, ist unheimlich schön beschrieben und zudem noch in vielen Fällen belustigend. Außerdem sind das die Stellen im Buch, in denen man viele Gefühle für die Charaktere entwickelt und genau diese Stellen bringen einen zum Schmunzeln. Die einzelnen Stücke sind doch wertvoller als die Summe aus allem zusammen.

20.12.15 20:33, kommentieren

Werbung


Autor - Uwe Timm

Uwe Hans Heinz Timm ist ein deutscher Schriftsteller. Am 30.März 1940 wurde er in Hamburg geboren. Leben Im Anschluss an den Besuch der Volksschule absolvierte Uwe Timm eine Kürschnerlehre in der Firma Levermann. Nach Abschluss der Lehre übernahm Uwe Timm 1958 das hoch verschuldete Pelzgeschäft seines kurz zuvor verstorbenen Vaters. Timm besuchte ab 1961 das Braunschweig-Kolleg.Das Kolleg beendete Uwe Timm am 5. März 1963 mit dem Abitur. Gemeinsam mit seiner Freundin Jutta Kosjek − sie wird im Mai 1964 die Mutter seiner ersten Tochter Katharina − ging Timm nach München, um an der Ludwig-Maximilians-Universität München die Fächer Philosophie und Germanistik zu studieren. Im September 1967 kehrte Uwe Timm nach München zurück. Hier war er von 1967 bis 1969 im Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) politisch tätig. Er schrieb Agitprop-Lyrik und Straßentheaterstücke; und er beteiligte sich an der Besetzung der Münchner Universität. Während der Proteste im Jahr 1968 wohnte Timm einige Monate in Hamburg. Im November 1969 heiratete Uwe Timm die aus Villa Gesell (Argentinien) stammende und spätere Übersetzerin Dagmar Ploetz. Ein Zweitstudium der Soziologie und Volkswirtschaft, das er 1970 begonnen hatte, gab er 1972 wieder auf. Seitdem arbeitet Timm als freier Schriftsteller. Auszeichnungen• 1979: Literaturpreis der Stadt Bremen (Förderpreis) für Morenga, einen Roman über Jakobus Morenga • 1989: Förderpreis Literatur der Landeshauptstadt München • 1990: Deutscher Jugendliteraturpreis für Rennschwein Rudi Rüssel • 1996: Bayerischer Filmpreis (Kinderfilmpreis) für Rennschwein Rudi Rüssel • 2001: Tukan-Preis (für Rot) • 2001: Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste • 2002: Literaturpreis der Landeshauptstadt München • 2003: Schubart-Literaturpreis • 2006: Jakob-Wassermann-Literaturpreis • 2006: Premio Napoli (für Rot) • 2006: Premio Mondello der Stadt Palermo (für Rot) Prosa • 1974: Heißer Sommer. Roman. Bertelsmann, München/Gütersloh/Wien • 1978: Morenga. Roman. AutorenEdition, Gütersloh • 1989: Rennschwein Rudi Rüssel. Kinderbuch mit Zeichnungen von Gunnar Matysiak. Obelisk, Innsbruck/Wien • 1993: Die Entdeckung der Currywurst. Novelle. Kiepenheuer & Witsch, Köln • 2000: Die Entdeckung der Currywurst. Neuausgabe mit Zeichnungen von Isabel Kreitz. Carlsen, Hamburg • 2001: Rot. Roman. Kiepenheuer & Witsch, Köln • 2003: Am Beispiel meines Bruders. Erzählung. Kiepenheuer & Witsch, Köln • 2005: Der Freund und der Fremde. Erzählung. Kiepenheuer & Witsch, Köln • 2008: Halbschatten. Roman über Marga von Etzdorf. Kiepenheuer & Witsch, Köln • 2013: Vogelweide. Roman. Kiepenheuer & Witsch, Köln Filme • 1985: Morenga. 3 Teile. Drehbuch gemeinsam mit Egon Günther. Regie: Egon Günther • 1995: Rennschwein Rudi Rüssel. Drehbuch gemeinsam mit Ulrich Limmer. Regie: Peter Timm • 1997: Die Bubi Scholz Story. Drehbuch. Regie: Roland Suso Richter • 2000: Eine Hand voll Gras. Drehbuch. Regie: Roland Suso Richter Vielleicht kommen euch ein paar Bücher oder Filme bekannt vor. Ich hoffe, euch ist der Autor etwas näher gekommen ☺

1 Kommentar 13.12.15 17:31, kommentieren